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„Einer für alle – Alle für einen“

„Sozialer Tag“ 2019 an der Werkrealschule des Schulzentrums am Wört

sozialer Tag 2019Donald Trump scheint einer zu sein, Boris Johnson wohl auch, und manch Bekannter in unserem persönlichen Umfeld ebenso. Die „Egoisten“ sterben nicht aus, gefühlt nehmen sie eher zu. Dem entgegenzuwirken hat sich die Werkrealschule des Schulzentrums am Wört auf die Fahne geschrieben. Ein Mittel im Kampf gegen die öffentlich zur Schau getragene Selbstsucht ist der „Soziale Tag“, mittlerweile ein fester Punkt im Schulcurriculum, der immer zu Beginn des Schuljahres durchgeführt wird. Auch dieses Jahr war es wieder soweit.

Alle Klassen beteiligten sich und absolvierten jahrgangsweise ein Programm, um die Schüler für das wichtige Thema „Sozial handeln“ zu sensibilisieren. Die Größten hatten es dabei mit den Kleinsten zu tun – Kindergartenkinder der „St- Lioba – Einrichtung“ besuchten das Schulzentrum und wurden hier fürsorglich von den Zehntklässlern betreut. Die angehenden Absolventen der Mittleren Reife hatten verschiedene Stationen für die Vorschüler aufgebaut. Geschicklichkeit, Schnelligkeit und Genauigkeit waren gefordert, um die unterschiedlichen Aufgaben zu bewältigen. Auch die Neuntklässler waren mit jüngeren Kindern beschäftigt – sie statteten der „Christian-Morgenstern-Grundschule“ einen Besuch ab und verbrachten eine Schulstunde mit den Drittklässlern. Vor allem Sportspiele standen hierbei im Vordergrund, so dass sich die Kinder der dritten Klasse unter Anleitung der älteren Jugendlichen austoben konnten. Die restlichen Schüler der neunten Klassen hatten noch einen speziellen Auftrag. Sie positionierten sich vor fünf Supermärkten in Tauberbischofsheim und baten unter dem Motto „Kaufe zwei Artikel, spende einen“ um Lebensmittel und andere Gebrauchsgegenstände, die dem Tafelladen zugutekommen. Lidl, E-Center, REWE, Müller und DM hatten freundlicherweise ihr Einverständnis für diese besondere Aktion gegeben. Richtiges Benehmen, sei es bei Begrüßungen, Vorstellungsgesprächen oder auch am Essenstisch, ist für ein gutes mitmenschliches Zusammenleben von großer Bedeutung. Das erfuhren die Achtklässler am eigenen Leib, als sie mit ihren Lehrern den Verhaltens – Knigge besprachen und auch gleich in der Praxis erprobten. Die Siebtklässler haben das Ziel, Geld einzunehmen, das sie dann für einen sozialen Zweck spenden können. Dazu schichteten sie Zutaten für einen leckeren Kuchenteig in viele Gläser, die mit gebastelter Etikettierung dann zum Beispiel am Elternabend verkauft werden können. In der sechsten sowie der fünften Jahrgangsstufe ging es hauptsächlich um das Zusammenleben und das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der eigenen Klasse. Kooperationsspiele, das bessere Kennenlernen und Verständnis füreinander und der passende Umgang mit Mobbing, das bestmöglich gar nicht stattfinden sollte, standen hierbei im Vordergrund und brachten die Schüler der Klassen einander näher.

Alles kleine Schritte, um kompetenter im „Sozial handeln“ zu werden, die aber vielleicht dafür sorgen können, dass aus dem Schulzentrum am Wört keine Narzissten hervorgehen, wie wir sie täglich verwundert als abschreckende Beispiele in den Nachrichten betrachten können.

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