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Wichtige Stufen wurden erklommen

Entlassfeier der Werkrealschule des Schulzentrums am Wört

Immer früh aufstehen, sich ständig konzentrieren, die nächste Klassenarbeit vorbereiten, für die Prüfungen lernen – das Leben eines Schülers ist nicht einfach. Aber: „Alle Schwierigkeiten und Hindernisse sind Stufen, auf denen wir in die Höhe steigen“, wusste schon Nietzsche, und diesem Motto getreu schafften es 56 Schüler der Werkrealschule des Schulzentrums am Wört, ihren Hauptschulabschluss oder die Mittlere Reife erfolgreich abzulegen.

Nietzsches Zitat war dann auch der Aufhänger für die Entlassfeier der Absolventen, die im Foyer des Schulzentrums abgehalten wurde. Schick herausgeputzt und voller Vorfreude warteten die Neunt- und Zehntklässler darauf, von ihrer Schule verabschiedet zu werden. Durch das Programm des Abends führte Jannik Urlacher (9b), auf eine ihm eigene originelle Art und Weise. Jeder Programmpunkt wurde von ihm sehr speziell anmoderiert.

Die Hände nach oben und klatschen im Takt – mit einer schwungvollen Percussioneinlage aller Entlassschüler startete die Feier, choreografiert von ihrer Musiklehrerin Frau Weis. Danach gaben sich die Vertreter der drei Abschlussklassen nacheinander das Mikrofon in die Hand. Pascal Mauer (9a), Eileen Baumann (9b) sowie Hannah Back (10a) reflektierten über ihre Schulzeit. Stolz auf das Gleistete seien sie, eine legendäre Zeit hätten sie erlebt, Freunde fürs Leben seien gefunden worden und für ihre Zukunft hätten sie viel gelernt, waren sich alle drei einig. Ganz besonders dankten sie auch ihren drei Klassenlehrern Frau Bauer (9a), Frau Bischof (9b) und Herr Gagalick (10a), die sie immer unterstützt, ihnen Tipps und Tricks für schnelle Aufgabenbewältigungen beigebracht und sie kompetent und oft auch humorvoll auf das weitere Leben vorbereitet hätten. Den Klassenlehrern fiel es auch nicht leicht, „ihre“ Klassen gehen zu lassen, die ihnen so „ans Herz gewachsen“ seien.

Anschließend richtete Rektor Christian Wamser noch einige Worte an die erfolgreichen Absolventen. Sie, die Schüler, hätten in ihrer Zeit am Schulzentrum viel erlebt: der Umzug ins neue Schulgebäude, die Einrichtung des Schulverbundes, Momente, in denen sie sich wohl gefühlt hätten, aber auch Momente, die nicht einfach gewesen seien. Höhen und Tiefen mussten überwunden werden, manchmal ging es locker bergab, manchmal steil bergauf, aber immer mit der Intention, die nächsten Schwierigkeitsstufen zu meistern. Egal, ob in einer funktionierenden Seilschaft oder auch alleine kämpfend. Diese Erfahrungen und Erinnerungen sollten dazu beitragen, neue Gipfel, Stufe für Stufe, in Angriff zu nehmen, um getreu nach Nietzsche „in die Höhe steigen“ zu können. Dafür wünschte Herr Wamser den Jugendlichen alles Gute.

Diesen Glückwünschen für das bisher Erreichte und den Aufmunterungen für neue Ziele schlossen sich die Vertreter des Elternbeirates, Carmen Wagner und Judith Föhre, sowie der stellvertretende Bürgermeister Herr Mayer, nahtlos an, wobei Herr Mayer noch darauf hinwies, dass die Chancen auf eine Ausbildungsstelle hier in der Region im Moment sehr gut stünden.

Bevor es zum wichtigsten Teil des Abends kam, bereicherten die Schüler mit einem humorvollen Video, in dem sie ihre Lehrer parodierten, sowie dem Verteilen von Spaßurkunden – und zeugnissen das Programm. Dann war es soweit - der Moment, auf den alle mehr oder weniger hart hingearbeitet hatten: die Zeugnisse sowie die Preise und Belobigungen, finanziell unterstützt durch den Förderverein, wurden durch den Rektor und die Klassenlehrer überreicht. Freudige Gesichter, ein wichtiger Lebensabschnitt ging damit für die Absolventen zu Ende. Doch die nächsten Stufen, um weiter „in die Höhe zu steigen“, warten bereits, in welcher Form auch immer.

Preise (gestiftet vom Förderverin):

Preis als Jahrgangsbeste Klasse 10: Vanessa Heer (1,6)

Preis für herausragendes Engagement in der SMV: Hannah Back (10a)

Belobigungen:

Katarzyna Stankiewicz (10a; 2,3)

Hannah Back (10a ; 2,4)

Maik Riedlberger (9a ; 2,1)

Stellina Foot (9a ; 2,2)

Eileen Baumann (9b ; 2,3)

Jonathan Stieber (9b ; 2,3)

Carina Büttner (9a ; 2,4)

Robin Engist (9a ; 2,4)

Der mathematischen Herausforderung stellen

Das Schulzentrum am Wört beteiligte sich am Känguru-Wettbewerb

Kaenguru 2018Große Sprünge wagen und weit kommen, wie ein Känguru - das war das Ziel von über vierzig Schülern des Schulzentrums am Wört. Für den gleichnamigen Mathematikwettkampf, den „Känguru-Mathematikwettbewerb“, hatten die Schüler sich gemeldet und darauf gehofft, möglichst viele Punkte ergattern zu können. Konzentriert und motiviert waren sie die Aufgaben angegangen, die Köpfe rauchten und die Zeit verging wie im Flug. 24 Aufgaben in drei verschiedenen Schwierigkeitsstufen mussten bewältigt werden, oftmals losgelöst von den normalen Aufgaben aus dem gewöhnlichen Mathematikunterricht. Logisches Denken und eigene Lösungswege entwickeln standen im Vordergrund, Taschenrechner wurden nicht gebraucht. Zuordnungen herausfinden, Zusammenhänge entdecken, Zahlenreihen fortsetzen, meistens in Form von Multiple-Choice-Aufgaben, daraus setzte sich der Aufgabenpool des Wettbewerbs zusammen. Dieser reicht über die nationale Ebene hinaus: Über sechs Millionen Kinder und Jugendliche in sechzig Ländern weltweit hatten sich diesmal für die mathematische Herausforderung angemeldet.

Es war dieses Jahr die 24. Auflage des Känguru-Mathematikwettbewerbs, der 1995 mit gerade einmal 184 Teilnehmern gestartet war und heute auf 911 000 Mitwirkende angewachsen ist. Die Mathematik populärer zu machen, junge Leute für diese Fachwissenschaft zu begeistern, hatten sich die Initiatoren damals wie heute als Ziel auf die Fahnen geschrieben.

Die Kinder und Jugendlichen des Schulzentrums am Wört wurden bei der Teilnahme am Wettbewerb durch den Förderverein der Schule unterstützt – die zwei Euro Anmeldegebühr wurden sehr gerne durch den Verein übernommen. Einen Preis auf dem Siegertreppchen zu erkämpfen ist bei der riesigen Teilnehmerzahl natürlich sehr schwer, aber unabhängig von der erreichten Punktzahl gab es für alle Mitwirkenden kleine Präsente: Eine personalisierte Teilnehmerurkunde sowie ein „Pentomino 12er Puzzle“ erhielten alle Schüler. Außerdem durften sich Marius Köhler (9b) als interner Sieger der Werkrealschule sowie Tobias Stemmler (5e) als interner Sieger der Realschule jeweils über ein T-Shirt freuen. Die Organisatoren des Wettbewerbs am Schulzentrum, Mathematiklehrer Matthias Rüttling und Mario Häffner, zeigten sich sehr zufrieden mit der großen Teilnehmerzahl, die sie sogar aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre hatten einschränken müssen.

„Kinder in Bewegung“ am Schulzentrum am Wört

Ein ganz besonderer Schulvormittag für die Fünftklässler

Schueler in Bewegung 2018Passen, laufen, annehmen, schießen – Tor und große Freude. Lautes Klatschen und Jubel bei den jungen Fußballern – kein lustloses Gekicke wie das der deutschen Spieler bei der WM, sondern Motivation pur. 33 Kinder waren im Glück, durften sie doch den ganzen Vormittag Fußball spielen und mussten nicht die Schulbank drücken. Und das auch noch unter professioneller Anleitung.

Stefanie Götz, Lehrerin des Schulzentrums am Wört, hatte eine ganz besondere Trainingseinheit für die Schüler und Schülerinnen der Klassen 5a und 5b organisiert. Über den Verein „Childemotion e.V.“ war dieser für die jungen Sportler unvergessliche Kinderfußballtag zustande gekommen. Ziel dabei war es, Kinder, vor allem aus sozial schwachen Familien oder aus einem Umfeld mit Migrationshintergrund, beim Aufbau sozialer Kontakte zu unterstützen und diese „Kinder in Bewegung“ zu bringen. Unter diesem Motto hatten Mitarbeiter von „Childemotion“ in Tauberbischofsheim nach Sponsoren für die Finanzierung des Trainingstages gesucht, und auch gefunden. Die Apotheke im Ärztehaus, Frau Uta Kappes, das Friseurteam Imhof e.K, Adrian Elmar Kfm. Repräsentanz für DVAG, der Bioladen Natura, die Pension Stein sowie Optik-Uhren-Schmuck Inh. Thomas Hahn hatten sich sehr großzügig gezeigt und das Vorhaben gerne unterstützt. So lernten die hochmotivierten Fünftklässler unter Anleitung von Günter Rommel, ehemaliger Frauenbundesligatrainer u.a. des SC Freiburg und Co-Trainer bei den Profis der Stuttgarter Kickers, und seinem Assistenten, wie man richtig dribbelt, den Ball passt und ihn dann im hohen Tempo wieder mitnimmt. Auch der richtige Torabschluss kam nicht zu kurz, egal in welcher Lage. Das obligatorische Abschlussturnier durfte später natürlich nicht fehlen, um das gerade Gelernte sofort im Wettkampf anwenden zu können und dabei noch wichtige Tipps der Trainer zu bekommen. Ein großer Spaß für die zehn- und elfjährigen Jungen und Mädchen. Diese durften sich dann auch noch alle über einen richtigen Lederfußball freuen, die auch durch die Sponsorengelder bezahlt worden waren. Ein wirklich außergewöhnlicher Schultag für die beiden fünften Klassen, der noch lange positiv in Erinnerung bleiben wird.

Mutig die eigenen Grenzen überwinden

„Project Adventure“ am Schulzentrum am Wört

Zuerst das Kribbeln im Bauch, der Blick ins Leere – dann der Sprung. Dem Boden entgegen, zwölf Meter in die Tiefe. Plötzlich ein Rucken, ein jäher Stopp, das Sicherungsseil hält. Jubel brandet auf, die Mitschüler klatschen begeistert. Geschafft, die Angst überwunden, Zeit, auf sich selbst stolz zu sein. Die jugendliche Schülerin atmet erleichert auf.

PA2018Nicht nur sie konnte stolz auf sich sein. Auch ihre Mitschüler hatten es geschafft und erfolgreich das „Project Adventure“ abgeschlossen. Angeboten worden war dieses Projekt über einen Zeitraum von mehreren Monaten hinweg am Schulzentrum am Wört. Schüler aus der Realschule und der Werkrealschule hatten sich angemeldet, um sehr viele unterschiedliche Herausforderungen angehen und schlussendlich meistern zu können. An neun Nachmittagen sowie drei zusätzlichen Abschlusstagen konnten sich die Jugendlichen, in eine Realschulgruppe mit 20 Schülern und eine Werkrealschulgruppe mit 11 Schülern aufgeteilt, beweisen. Angeleitet wurden sie dabei von ihren Lehrern Frau Bauer, Herr Wolf, Herr Attenhauser, Herr Fricke, Frau Vogt und Herr Burkhard. Teamwork, Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit waren erforderlich, um die schwierigen Aufgaben und Probleme lösen zu können. Hindernisse in luftiger Höhe mussten überwunden werden, alleine war das nicht zu schaffen. Nur mit genauen Absprachen und gegenseitigem Vertrauen, von den Mitschülern gesichert und dadurch völlig auf sie angewiesen, war es möglich, nicht an den Herausforderungen zu scheitern. Was haben wir gut gemacht, was ist nicht optimal gelaufen und was kann beim nächsten Mal verbessert werden? Nach jeder abenteuerlichen Aktivität mussten diese Fragen geklärt werden. Eine stetige Weiterentwicklung, ein optimierter Ablaufprozess wurde auf diese Art und Weise in Gang gebracht. Ängste wurden überwunden, das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gestärkt – das Selbstwertgefühl der Schüler wuchs mit jeder Aktion. Seinen Höhepunkt fand das Projekt dann in den dreitägigen Abschlusstagen in der Nähe von Walldürn. Ein nächtlicher Orientierungslauf - an einem fremden Ort ausgesetzt, von dem aus der Weg zurück zum Lager gefunden werden musste – sowie das Klettern im Hochseilgarten brachten die Schüler an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit. Aber mit viel Anstrengung, gegenseitigem Mutmachen und starkem Durchhaltewillen wurden auch diese Herausforderungen gemeistert – alle Jugendlichen schlossen das Projekt erfolgreich ab. Eine tolle Erfahrung für die Heranwachsenden, von der sie in Zukunft auch in anderen Situationen profitieren können. Möglich gemacht wurde das gesamte „Project Adventure“ vor allem auch durch die großzügige Unterstützung des Förderveins des Schulzentrums sowie des Aktionskreises Sucht- und Gewaltprävention (AKS). Jeweils Summen im vierstelligen Eurobereich hatten diese beiden Spender für zwei neue Seilbremsen, die aufgrund sich verschärfender Sicherheitsbestimmungen benötigt worden waren, zur Verfügung gestellt und damit entscheidend zur Durchführung des Abenteuerprojektes beigetragen.

Markt der Möglichkeiten - „Firmen treffen Schüler“

Berufsorientierende Veranstaltung am Schulzentrum am Wört

Markt der Moeglichkeiten 18Erfolgreiche Dinge müssen fortgesetzt werden, vor allem, wenn sie für viele Leute einen positiven Effekt haben. Wie beim „Markt der Möglichkeiten“, im letzten Jahr zum ersten Mal durchgeführt im Foyer des Schulzentrums am Wört, der nun auch dieses Jahr wieder aufgebaut wurde. Eine wichtige Veranstaltung im Rahmen der Berufsorientierung der Schüler des Schulzentrums, aber auch im Interesse der vielen regionalen Firmen, die sich mit großem Einsatz daran beteiligten.

Erika Romacker, Lehrerin am Schulzentrum, hatte sich an die Organisation gemacht. Kontakte mit den Unternehmen waren geknüpft oder aufgefrischt, Termine vereinbart und schließlich die Veranstaltung unter dem Motto „Firmen treffen Schüler“ zusammengestellt worden. Jedes Unternehmen hatte seinen eigenen Stand, ausgerüstet mit Informationsmaterial und kompetenten Gesprächspartnern, oftmals auch Auszubildende oder Ausbildungsbotschafter. Die Acht- und Neuntklässler der Werkrealschule und der Realschule, teilweise in Begleitung ihrer Eltern, hatten nun die Möglichkeit, sich umfassend über die Betriebe und ihre Ausbildungsangebote zu informieren. Welche Berufe können in dem jeweiligen Betrieb erlernt werden, wie sieht es mit der Bezahlung während der Ausbildung aus, werden viele Auszubildende übernommen, wie sieht der Berufsalltag aus? Ein reger Austausch fand statt, einige Gespräche drehten sich auch schon konkret um Praktikumsplätze oder Ferienjobs. Die persönliche Atmosphäre im kleinen Rahmen fand hohen Anklang. Die Schüler kamen ganz ungezwungen mit den Firmenvertretern ins Gespräch und konnten ihre Fragen stellen.

Der „Markt der Möglichkeiten“ hob sich somit wieder als wichtiger Bestandteil des Lehrplans „Berufsorientierung“ am Schulzentrum heraus und wird mit Sicherheit auch nächstes Jahr seine Fortsetzung finden. Beteiligte Firmen, Institutionen und Behörden waren unter anderem: Weinig, VS, Polizei BW, Kreiskrankenhaus TBB, Johannes Sichart – Haus, Konrad Bau, Malerbetrieb Baumann, Brandl – Bau, Metzgerei Morschheuser, Optiker Koob, Gartenbau Uihlein, Agentur für Arbeit Tauberbischofsheim, Euro Akademie Tauberbischofsheim.

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