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Flugtickets besorgen – die Werkrealschule ist „UNTERWEGS“

Werkrealschultag des Schulzentrums am Wört

„Wir sind UNTERWEGS!“ ruft ein Schüler laut, aus der siebten Klasse. „Genau“, ergänzt ein Mitschüler, aus der fünften Klasse, „die ganze Schule ist UNTERWEGS!“ Die gesamte Schule unterwegs, die Werkrealschule des Schulzentrums am Wört? Über 200 Schüler? Ja, in Ordnung, aber wohin denn? „Na, unterwegs zum Werkrealschultag!“ grinst eine Achtklässlerin augenzwinkernd.

WRSTag2016 2Ach so, na klar, zum alljährlichen Werkrealschultag. Der am kommenden Freitag stattfindet, im Schulzentrum am Wört. Zwischen 14 und 17 Uhr öffnet nämlich die Werkrealschule ihre Pforten – für alle Interessierten, Neugierigen, Eltern, Kinder. Bei einem „Rundflug“ durch die Räumlichkeiten der Werkrealschule können alle Besucher einen lebhaften Eindruck davon bekommen, was die Schüler dieser Schulform in einer Woche Projektarbeit auf die Beine gestellt haben. Und das Thema dieser Woche lautete – natürlich – „UNTERWEGS“. Aber eben nicht nur unterwegs zum Freitag, dem Präsentationstag, sondern unterwegs in viele verschiedene Richtungen. Um die Welt konnte man unterwegs sein, selbstverständlich in 80 Tagen, und dabei eine große Strecke bewältigen. Genauso gut gab es hingegen auch die Möglichkeit, eine räumlich gesehen nur minimale Distanz zu überwinden – die aber viel schwieriger sein kann – nämlich den Weg zu sich selbst zu finden. Es auszuhalten, mit sich selbst zu kommunizieren und mit sich klarzukommen. Außerdem gab es das Angebot, sich anleiten zu lassen, in einer Gruppe zurechtzufinden, seinen Teamkameraden zu vertrauen und gemeinsam neue Wege zu gehen. Wie es für Flüchtlinge sein kann, unterwegs zu sein – nicht in Europa, sondern auf der anderen Seite des Atlantiks – erfuhr man im Projekt „Gefährliche Flucht von Mittelamerika in die USA“. Aber auch für Flüchtlinge, die in Europa unterwegs zu uns sind, konnte man konkret etwas machen. Verantwortlich dafür zeichnete die Gruppe „Wir basteln Spielsachen für Flüchtlinge“. Natürlich immer hilfreich ist es, beim Unterwegssein möglichst viel Geld bei sich zu haben. Hierzu war die Gruppe „Money, Money, Money“ eine große Unterstützung.

Noch viel Weiteres wurde behandelt, besprochen, recherchiert, hergestellt. Die Ergebnisse davon sind nun am Freitag zu bestaunen. Deshalb gilt es, sich an diesem Tag rechtzeitig ein Flugticket im „Terminal“ des Schulzentrums am Wört zu ergattern, um selbst unterwegs zu sein und die Arbeit der Kinder und Jugendlichen zu würdigen. Freundliche Flugbegleiter des Elternbeirats sorgen in Form von Kaffee und Kuchen für das körperliche Wohlbefinden. Alle Beteiligten freuen sich auf viele Fluggäste.

Infos:

„UNTERWEGS …“ – zu unbekannten Ufern, in eine neue Schule, in ein weiteres Schuljahr, … - egal, es gibt immer etwas zu entdecken. Das Schulzentrum am Wört lädt alle Interessierten (Schüler, Eltern, Neugierige, …) deshalb herzlich ein, eine ihrer Schulformen näher kennenzulernen.

Die Werkrealschule präsentiert sich und ihre Arbeitsweisen am Freitag, 19.02.2016, von 14.00 – 17.00 Uhr. Für das leibliche Wohl stehen Kaffee und Kuchen bereit.

Beim Werkrealschultag kann man sich auch helfend engagieren, denn im Schulzentrum findet parallel eine Typisierungsaktion unter dem Motte „Gemeinsam gegen Leukämie“ statt. Hierbei werden potentielle Spender für erkrankte Menschen, hier insbesondere für die 10-jährige Lea-Sophie, gesucht. Die Typisierung wird mit einem Wattestäbchen durchgeführt und tut nicht weh. Außerdem sind die Initiatoren natürlich auch über jede finanzielle Zuwendung dankbar.

Über viele Besucher freuen sich alle Beteiligten. Ort der Veranstaltung ist jeweils das „Schulzentrum am Wört, Pestalozziallee 6, Tauberbischofsheim“.

Ein Rockstar (…oder sein Double) in der Schule - doch nicht die Musik steht im Vordergrund (WRS)

Rockstar sein, oder zumindest das perfekte Star-Double – das ist klasse! Jubelnde Fans, glitzernde Outfits, die Bühne als Wohnzimmer. Nichts, außer der Musik, muss man selber machen, alle lieben einen. Da muss es einem doch gut gehen! Immer!

Wirklich? Ist das so?

Nein, eben nicht immer, wie Rudi Wartha zu berichten weiß. In schwarzem Anzug, schwarzem Hemd, grauer Krawatte und dunklem Hut steht das Udo Lindenberg-Double vor 12-14-jährigen Jugendlichen und erzählt über sein Leben. Gebannt lauschen ihm die Schüler der Werkrealschule des Schulzentrums am Wört. Die siebten und achten Klassen sind zusammengekommen, um von ihm zu erfahren, warum sein aufregendes und interessantes Leben einen Knacks bekommen hat – und er trotz Scheinwerferlicht nicht immer auf der Sonnenseite des Lebens stand. Gerne gibt er seine Erfahrungen weiter – und das alles passend zum Unterrichtsfach „Gesundheit und Soziales“, in dessen Rahmen die Lehrerin Christina Schäffner den Austausch von Rudi Wartha mit den Schülern organisiert hat.

RockstarViel war er unterwegs, und hatte es genossen – doch dann kam plötzlich, nachdem er sich schon eine Zeitlang nicht gut und immer müde und schlapp gefühlt hatte, im September 1999, eine niederschmetternde Diagnose: Seine Nieren arbeiteten nicht mehr in ausreichendem Maße – ihre Leistungsfähigkeit war auf unter 30 Prozent gesunken. Deutlich führt Rudi Wartha den Schülern vor Augen, dass sich im Leben alles ganz schnell ändern kann. Gestern noch gut gefühlt, heute krank mit vielen unangenehmen Begleiterscheinungen. Die Ernährung musste umgestellt, Medikamente eingenommen werden, und schließlich half nur noch die Dialyse. Dreimal in der Woche ins Krankenhaus nach Bad Mergentheim fahren, stundenlange Behandlungen über sich ergehen lassen, das war kein Zuckerschlecken. Die Schüler sind beeindruckt und fühlen mit dem Vortragenden mit. Dann kam das Jahr 2010, für Rudi Wartha der Beginn einer neuen Zeitrechnung. Ihm wurde eine Spenderniere transplantiert – etwas, was vielen schwerkranken Menschen in Deutschland leider viel zu selten widerfährt. Das ist auch das Anliegen von Rudi Wartha – aufklären, die Menschen, speziell die Jugendlichen, mit seiner Geschichte bewegen, für neue Transplantationsgesetze werben, damit immer mehr Kranke von Spenderorganen profitieren und eine „neues“ Leben beginnen können. So wie er, dem es heutzutage viel besser geht, der wieder freier und unabhängiger leben kann und seinem Spender, den er nicht kennt, unendlich dankbar für dessen „Geschenk“ ist. Gerne nehmen die jugendlichen Schüler die Organspendeausweise entgegen, die Rudi nun austeilt und beginnen anschließend, ihn mit Fragen zu seiner außergewöhnlichen Lebensgeschichte und seiner Krankheit zu löchern. Wer darf denn überhaupt spenden, wann wird Menschen ein Organ entnommen, was bedeutet eigentlich „Hirntod“, wer entscheidet darüber? Ausführlich gibt Rudi Antworten auf diese und weitere Fragen. Er erreicht die Jugendlichen, packt sie emotional und schafft es, dass sich dadurch wieder mehr Menschen mit dem schwierigen Thema „Organspende“ auseinandersetzen. Denn gerade Deutschland steht im internationalen Vergleich bei den Organspenden für kranke Menschen weit abgeschlagen da. Das sollte geändert werden. Hilfreich wäre eine neue Gesetzgebung, die jeden Menschen automatisch zu einem potentiellen Organspender machen würde, sofern er nicht ausdrücklich seine Zustimmung verweigern würde.

Insbesondere macht Rudi Wartha den Heranwachsenden lebhaft deutlich, dass die Spenden helfen, anderen Menschen wieder ein besseres und alltäglicheres Leben zu ermöglichen – oder eben auch ein „Rockstarleben“ - wie bei ihm. Auch wenn es nur als Double ist. Und das fühlt sich jetzt endlich, seit der Spende, wieder richtig gut für ihn an.

Eine rundum gelungene Verbindung – Auftritt der Sechstklässler beim Weihnachtsmarkt (WRS)

Was haben eine Maus, ein Tannenbaum und viele Kinder mit strahlenden Lichtern in den Händen gemeinsam? Ist doch nicht so schwer – gar nichts natürlich. Eigentlich. Dass es aber trotzdem eine Verbindung gibt, das zeigten die Sechstklässler der Werkrealschule. Und zwar mehr als gekonnt. Ihr Programm für den diesjährigen Weihnachtsmarkt lautete nämlich: Zuerst das Lied „O Tannenbaum“ singen, dann den Zuschauern die „Weihnachtsmaus“ in Gedichtform vorstellen und zum Abschluss alle gemeinsam den Advents/Weihnachtssong „Lichterkinder“ aus voller Kehle intonieren.

advent 80125 640Eine gewagte, aber sehr durchdachte Mischung also. Mit dem Klassiker „O Tannenbaum“ wurden die Traditionalisten unter den Zuschauern verwöhnt, die bei einer Weihnachtsmarktaufführung immer eines der altbekannten und oft gesungenen Weihnachtslieder hören wollen. Mitsingen ist dann natürlich Ehrensache. Alle Kinder der Klassen 6a und 6b zeigten mit ihrer A-Cappella-Version, dass auch die jüngere Generation Freude an solchen Liedern haben kann. Die „Weihnachtsmaus“ anschließend war dann gedacht, den jüngeren Kindern etwas zu bieten. Wenn diese schon in der Kälte stehen und den älteren Kindern beim Auftritt zusehen, soll doch auch etwas für sie dabei sein. Vielleicht hat auch das ein oder andere Kind in den nächsten Tagen die „Weihnachtsmaus“ als Ausrede dafür hernehmen können, dass zuhause der Plätzchenteller schon wieder fast leer ist. Wie konnte das passieren, und warum fehlen vor allem die Lieblingsplätzchen der ganzen Familie? Das kann doch nur die „Weihnachtsmaus“ gewesen sein! Zu guter Letzt brachten die Werkrealschüler den Song „Lichterkinder“ zur Aufführung. Ein sehr moderner Song. Ziel der Klassenlehrerinnen Frau Hayn (6a) und Frau Friedlein (6b) war es, die Schüler selbst wie auch die Teenager unter den Zuschauern zu begeistern. Kein Problem – Strophen in Rapform und ein hitverdächtiger Refrain als Ohrwurm – mehr brauchte es nicht. Alle fanden es toll, wie auch der große Beifall am Ende des Auftritts belegte.

Also merken, eine Maus, ein Tannenbaum und viele Kinder mit strahlenden Lichtern haben eine große Gemeinsamkeit – in richtiger Verbindung sorgen sie für viel Spaß und eine ausgelassenen vorweihnachtliche Stimmung.

Fremde alte Kulturen - Das Alte Ägypten in Tauberbischofsheim (RS)

Ägypten im Winter –klasse, ja, unbedingt. Heiße Tage, schöne Strände, Sonne pur. Was kann es jetzt schon Schöneres geben? Auf geht’s, sofort dahin!

Aber halt – falsch verstanden! Nicht nach Ägypten fliegen, sondern Ägypten kommt hierher. Ja, genau, mitten unter uns war es zu bestaunen, das Alte Ägypten. Hervorgeholt aus der Tiefe der Zeit. Und verantwortlich dafür zeichnete die Klasse 6 e des Schulzentrums am Wört.

Wochenlang, voller Begeisterung und Engagement, mit vielen tollen Ideen, beschäftigten sich die Schüler aus der Geschichtsklasse von Frau Filonow mit dem Leben der Ägypter vor 3000-4000 Jahren. Wer hatte das Sagen in der einstigen Hochkultur und wer musste immer gehorchen, ohne dagegen aufbegehren zu können? Wie wuchsen die Kinder auf, ganz ohne Smartphones, ohne dass ihnen ständig langweilig wurde? Warum und mit welchen Methoden wurden die vornehmen und reichen Ägypter mumifiziert? Wurden deren Grabstätten, die weltberühmten Pyramiden, wirklich ohne Bagger und Kräne errichtet – nur mit reiner Manneskraft? Welche Rolle spielte das Totengericht und wie sah die Schrift der Ägypter aus? Kann man heute noch ihre Hieroglyphen entziffern?

Viele, viele Fragen, für die die fleißigen Sechstklässler passende Antworten suchten und zumeist auch fanden. Ihre Ergebnisse durften die Schüler dann an einem Elternnachmittag stolz präsentieren. Ihren zahlreichen Besuchern stellten sie hierbei in einem Museumsrundgang gekonnt vor, was sie herausgefunden hatten. Staunend betrachteten die Eltern die kleinen Theaterstücke, Rollenspiele, selbst hergestellten Kinderspielsachen oder Tontafeln, das Modell einer Pyramide und die schön aufbereiteten Informationsplakate ihrer Kinder. Dabei konnten sie sich die vom Elternbeirat gespendeten Kuchen sowie ein typisches ägyptisches Dessert schmecken lassen – hergestellt in Kooperation von einer achten Klasse in MUM unter der Leitung von Frau Beisler. Alle, egal ob Schüler oder Besucher, waren sich danach einig, dass man auch im kalten Deutschland viel über Ägypten lernen und auch hier eine schöne Zeit verbringen kann.

Einschulungsfeier Fünftklässler (WRS)

Ein neues Gebäude, dazu neue Mitschüler, neue Lehrer, Paten aus der sechsten Klasse – und die alle zusammen in einem Raum. Na klasse, das passt ja. Die Einschulungsfeier kann beginnen. Pünktlich um 14.00 Uhr an diesem Montagnachmittag fällt auch für die neuen Fünftklässler der Startschuss in das neue Schuljahr 2015/2016.

Im Zimmer, alle Stühle sind besetzt, begrüßen die beiden sechsten Klassen die aufgeregten Neuankömmlinge mit einem selbstgedichteten Lied. Zur Melodie von Queens Welthit „we will rock you“ heißen die alten Fünfer die neuen Fünfer herzlich willkommen. Freudiger Applaus ist der Lohn für die Gesangsakteure, die stolz auf ihre dargebrachte Leistung sein können. Danach übernimmt Rektor Wamser das Wort und freut sich, dass so viele Gäste zur Eröffnung des Schuljahres gekommen sind. Den ehemaligen Grundschülern und ab jetzt richtigen Werkrealschülern zeigt er anhand des Bildes von einem Fischerboot, dass sie nun alle zusammen in eben diesem Boot sitzen und durch die Gewässer der Werkrealschule kreuzen werden. Er selbst fungiere als Kapitän, der Klassenlehrer Herr Häffner als Steuermann, der die Richtung anzeige, und die weiteren Lehrer in der Klasse seien die Schiffsoffiziere, führt er fort. Viel Neues gebe es zu entdecken und Vieles zu erforschen, und wichtig sei es, immer die richtigen Fische zu angeln, sprich den Erfordernissen der Werkrealschule gerecht zu werden. Aber das werde bestimmt jeder schaffen, ist er sich sicher.

Nun stellen die sechsten Klassen noch ein selbstgedrehtes Video vor – ein Schul-ABC. In lustiger Art und Weise werden hier die wichtigsten Dinge der Werkrealschule vorgestellt, vom Schulleiter über das Sekretariat, den Lehrern über die Klassenzimmer, vom Gruppenunterricht hin zum Sozialen Lernen. Viel Mühe haben die Schüler unter Anleitung ihrer Klassenlehrerin Frau Hayn in ihr Werk gesteckt – und es hat sich gelohnt. Amüsiert und interessiert verfolgen die Anwesenden den unterhaltsamen Film.

Danach ist es endlich soweit – die neuen Fünftklässler werden von ihrem Klassenlehrer Herr Häffner auf die Bühne gerufen und lernen zum ersten Mal ihn sowie ihre neuen Mitschüler kennen. Alle zusammen entschwinden dann zum ersten Beschnuppern in ihr Klassenzimmer, das praktischerweise gleich nebenan liegt. Die zurückgebliebenen Eltern müssen sich aber nicht einsam fühlen oder gar etwa langweilen. Kaffee wird ausgeschenkt, man lernt sich auch etwas untereinander kennen und kann einen ersten Kontakt zum Rektor oder der Schulsozialarbeiterin herstellen. Nach einer Weile kehren ihre Kinder dann zurück – und der Anfang, der oft immer Schwierigsten ist, ist geschafft.

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