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Autorenlesung von Dirk Reinhardt am Schulzentrum am Wört

Autorenlesung Reinhardt 2019Hautnah dabei gepaart mit erstaunlicher Aktualität – diesen tollen Mix durften fünfzig Schüler des Schulzentrum am Wört erleben. Der Kinder- und Jugendbuchautor Dirk Reinhardt hatte sich angekündigt, organisiert von den Deutschlehrerinnen Krug und Proschinger, um eine Lesung für die Klassen 6e und 7e zu halten. Zwei Stunden waren dafür angesetzt, aber von Langeweile keine Spur, die Zeit verging wie im Flug.

Vom ersten Moment an konnte der freiberufliche Schriftsteller die jungen Zuhörer in seinen Bann ziehen. Gespannt hingen die Schüler an seinen Lippen, denn schnell wurde klar, der Mann weiß, wovon er redet. „Train Kids“ stellte er vor, sein bereits 2015 erschienenes Buch, das aufgrund der Geschehnisse zuletzt in Mittelamerika leider wieder brandaktuell ist. Flüchtlingskinder stehen im Mittelpunkt seiner Geschichte. Von Guatemala aus versuchen sie in Zügen über Mexiko ihre Verwandten in den USA zu erreichen. 2500 Kilometer müssen sie dafür überwinden. Dabei sind nicht nur Armut, ständiger Hunger und Durst ihre Begleiter, in den Flüchtlingszügen herrschen eigene, gefährliche Gesetze. Banditen, korrupte Polizisten und Drogenhändler machen den Kids das Leben schwer, das Ziel USA scheint mehr als einmal in unerreichbare Ferne zu rücken. Und Reinhardt, auch als Deutscher im weit entfernten Europa, hat wirklich Ahnung von der Flüchtlingsproblematik in Mittelamerika. Bei einer Recherchereise in Mexiko lernte er persönlich einige „Train Kids“ kennen. In vielen Gesprächen vertrauten diese dem Autor ihre Hoffnungen, Sehnsüchte und Ängste an. Lebendig und fesselnd schaffte es Reinhardt, der Friedrich - Gerstäcker – Preisträger für Jugendliteratur von 2016, die Erlebnisse und Erfahrungen der Flüchtlingskinder an das Schulzentrum zu transportieren. Geschickt setzte er dabei reale Bilder seiner Recherchereise ein, um anschaulich und eindringlich zeigen zu können, was die „Train Kids“ auf ihrer Flucht alles durchmachen müssen, das Scheitern ihrer Unternehmung stets als konstante Bedrohung im Hinterkopf. Immer wieder las Reinhardt dazu passende Auszüge aus seinem Jugendroman vor. Die Zuhörer aus der sechsten und siebten Klasse zeigten sich sehr interessiert und erstaunt darüber, wie es den Kindern auf ihrer gefahrvollen Flucht ergeht. Abstrakte Geschehnisse im weit entfernten Mexiko bekamen auf diese Art und Weise nun plötzlich ein erkennbares Gesicht, das Leid der jungen Menschen auf der anderen Seite des Atlantischen Ozeans rückte näher und wurde nachvollziehbar. Geduldig beantwortete Dirk Reinhardt noch die Fragen der Schüler. So war die Lesung ein voller Erfolg: Einerseits wurde Lust auf Lesen bei den Jugendlichen geweckt, andererseits können die Schüler nun mit Sätzen in den Nachrichten wie „Trump weist Flüchtlinge aus Guatemala an der Grenze zu Mexiko ab“ deutlich mehr anfangen.

„Nachhaltigkeit rockt“ – Ein Flohmarkt zum Kaufen und Verkaufen mit musikalischer Unterstützung der Rock-AG

Flohmarkt 2019Wir handeln jetzt – wir, die Klassen 8d, e und f der Realschule haben uns in der letzten Zeit mit Kleidung, der Textilindustrie und deren Folgen und Auswirkungen auf unsere Umwelt auseinandergesetzt und sind zu dem Entschluss gekommen, dass wir einen Schritt in die richtige Richtung aufzeigen wollen und Nachhaltigkeit in Zukunft kein Fremdwort mehr darstellen sollte.

Täglich werden neue Produkte in Massen für die Gesellschaft produziert, der Berg an „alten“, aussortierten oder nicht mehr benutzten Konsumgütern wächst. Dieser Bewegung möchten wir Alternativen aufzeigen und mit einem Flohmarkt entgegenwirken.

Dieser findet am 28.06.2019 auf unserem Schulhof des Schulzentrums am Wört statt. Musikalische Unterstützung leistet unsere Rock-AG. Für kühle Getränke am heißen Sommertag ist ebenfalls gesorgt.

Der Flohmarkt wird folgendermaßen organisiert: Jeder Teilnehmer erwirbt im Vorfeld einen Stand gegen eine Gebühr von 10 €, um die eigenen Güter zu verkaufen. Der Gewinn dieses Verkaufs bleibt beim Verkäufer, während der Erlös der Standgebühren und den zu erwerbenden Erfrischungsgetränken an Mukta-Nepal e.V. gespendet wird. Mukta-Nepal e.V. hilft den Erdbebenopfern von 2015, ihre Häuser und benötigten Einrichtungen, z.B. Schulen, wieder aufzubauen. Bereits schon einmal konnten mit unserer finanziellen Unterstützung einige Häuser erbaut werden.

Die Anmeldung erfolgt per Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder persönlich bei Frau Beisler oder Frau Krug. Klassenstände sind ebenfalls möglich.

Zusätzlich können sich alle interessierten Besucher über Nachhaltigkeit, die aktuelle Situation der Textilindustrie und Mukta-Nepal e.V. informieren. Da wir selbst mit einem guten Beispiel vorantreten wollen, starteten wir bereist im Frühjahr ein Upcycling-Projekt, bei diesem wir aus alten, nicht mehr tragbaren Jeansstoffen neue Textilien herstellen.

Wir würden uns über zahlreiche Teilnehmer und Besucher sehr freuen!

Schließlich geht die Welt uns alle an!

Eure AES – Klassen 8 d, e und f

Der „Markt der Möglichkeiten“

„Schüler treffen Firmen“ im Schulzentrum am Wört

Markt der Moeglichkeiten 2019Nicht mehr lange, und die Schulzeit ist vorbei. Klasse, denken sich viele Schüler und freuen sich auf diesen Moment. Oje, aber was dann, wird ein leichtes Unbehagen spürbar. Was soll ich nach der Schule machen? Welche Ausbildung ist die richtige für mich? Welche Jobs kann ich bei welchen Firmen machen? Ganz wichtige Fragen, doch passende Antworten zu finden, ist nicht immer leicht und bereitet so manchen Schülern Kopfzerbrechen.

Aber deshalb gibt es ja seit mittlerweile drei Jahren den „Markt der Möglichkeiten“ am Schulzentrum. Wie bereits sehr erfolgreich in den Jahren zuvor, übernahm Erika Romacker, Lehrerin des Schulzentrums am Wört, wieder die Organisation, unterstützt durch Lehrer Burkard. Unter dem Motto „Schüler treffen Firmen“ stellten sie abermals eine für die Berufsorientierung der Jugendlichen bedeutsame Veranstaltung auf die Beine, an der sich viele regionale Betriebe beteiligten. Jede Firma hatte ihren eigenen kleinen Stand, ausgerüstet mit Infomaterial und kompetenten Gesprächspartnern, oftmals auch Auszubildende. Die Achtklässler der Werkrealschule und die Neuntklässler der Realschule, teilweise in Begleitung ihrer Eltern, hatten nun die Möglichkeit, sich umfassend zu informieren. Welche Ausbildungsstellen gibt es im Betrieb, wie viel Geld verdient man in der Ausbildung, wie sind die Übernahmechancen, wie sieht der Berufsalltag aus? Ein reger Austausch fand statt, Praktikumsplätze und Ferienjobs wurden sogar schon vergeben. Die persönliche Atmosphäre im kleinen Rahmen fand hohen Anklang. Den Schülern fiel es so bedeutend leichter, ihre Scheu zu überwinden und mit den Firmenvertretern ins Gespräch zu kommen. Am Ende der Veranstaltung gab es viel positive Resonanz , von Seiten der Schüler wie auch von Firmenseite. Mittlerweile ist der „Markt der Möglichkeiten“ ein fester Bestandteil im Curriculum der Berufsorientierung am Schulzentrum.

Beteiligte Firmen, Institutionen und Behörden waren unter anderem die ESO-Fachschule für Erzieher, Brandl Bau, J. Sichart Haus, Kreiskrankenhaus Tauberbischofsheim, Konrad Bau, Metzgerei Morschheuser, Dach - Rudorfer, Universalprojekt Hardheim, VS, Weinig, Gärtnerei Uihlein, Bäckerei Weber und TG – Talentgewinner.

Der Sucht keine Chance – Präventives Forumtheater

„Wilde Bühne“ aus Stuttgart zu Gast am Schulzentrum

Präventationstheater 2019

In jungen Jahren Euphorie und große Träume – später alle Wünsche verworfen und der Sucht verfallen. Das Leben verpfuscht. So kann es gehen, immer wieder kommt es vor. Einen Weg, um diesem Schicksal vorzubeugen, beschreitet das Schulzentrum am Wört mit seiner aktiven Präventionsarbeit, die bereits in den unteren Jahrgangsstufen ansetzt.

Davon profitieren konnten zuletzt die siebten Klassen des Schulzentrums. Sie waren eingeladen, einer Aufführung der „Wilden Bühne“ aus Stuttgart beizuwohnen. Auf die Beine gestellt hatten dieses Event die Präventionslehrerinnen Philipp und Frech, um mit dieser Form der Theaterpädagogik die Problemlösungskompetenzen, die Selbst- und Fremdwahrnehmung sowie das Reflexionsvermögen der Schüler zu fördern. Finanziell unterstützt wurden die Aufführungen vom Förderverein der Schule, dem AkS (Aktionskreis Sucht- und Gewaltprävention, Sicherheit und Gesundheitsförderung Main-Tauber-Kreis) sowie dem Landeskriminalamt.

Forumtheater der „Wilden Bühne“, was soll das sein? Ein Theaterstück anschauen, ruhig dasitzen und nichts machen können, wie langweilig. Wer von den Jugendlichen so gedacht hatte, wurde schnell eines Besseren belehrt. Immer wieder wurden sie in die Handlungen mit einbezogen. Die ehrenamtlichen Schauspieler spielten eine Szene vor, direkt aus der Lebenswelt der Siebtklässler gegriffen. Realitätsnah, glaubwürdig und anschaulich warfen sie Probleme auf, mit denen sich die Schüler sofort identifizieren konnten: Mobbing in der Klasse, Dissen im Internet über soziale Netzwerke, Weiterleiten von Handyfilmen, Umgang unter Freunden, Rauchen und Kiffen. Am Ende einer vorgespielten Szene befragte ein Moderator die Schüler, wie sie die Situation bewerteten und was sie vielleicht anders als die Personen im Schauspiel gemacht hätten. Die Hände gingen nach oben, rege beteiligten sich die Siebtklässler an den Diskussionen und brachten ihre eigenen Lösungsvorschläge ein. Und ganz schnell standen sie selbst auf der Bühne. Der Moderator holte Freiwillige nach vorne, die Szene wurde nochmals gespielt. Ohne Text und frei aus dem Bauch heraus agierten die Neuschauspieler und die Handlung nahm nun plötzlich einen völlig anderen Gang. Ungünstige Szenenausgänge konnten so verändert werden. Jede Situation beinhaltet verschiedene Handlungsmöglichkeiten, das wurde den Zuschauern und Mitwirkenden so deutlich vor Augen geführt. Rechtliche Fragen, z.B. im Fall „Cybermobbing“, mussten auch nicht im luftleeren Raum stehen bleiben – eine Expertin auf diesem Gebiet, Polizeihauptmeisterin Sabine Hönninger von der Außenstelle Tauberbischofsheim, war als zuständige Ansprechpartnerin des Polizeipräsidiums Heilbronn, Referat Prävention, anwesend. Eindringlich redete sie mit den Schülern und stellte klar, welche Vergehen bereits als Straftat geahndet werden können und wie die Teenager mit kniffligen Situationen umgehen sollten.

Mit viel Eifer und Enthusiasmus, aber auch immer Humor, stellten die angereisten Schauspieler ihre Szenen vor und schafften es durchweg, die jugendlichen Zuschauer in ihren Bann zu ziehen – somit geht diese Aktion als ein wichtiger und gelungener Baustein in die Präventionsarbeit des Schulzentrums für die diesjährigen Siebtklässler mit ein.

Vorlesewettbewerb 2018 /2019 – Regionalentscheid im Schulzentrum am Wört

Sechstklässler aus der Region „Main-Tauber-Nord“ treten gegeneinander an

Vorlesewettbewerb 2019Eintauchen in fremde Welten, Fantasiewesen begegnen, die große Liebe finden, den Angsthauch im Nacken oder die Gänsehaut auf den Armen spüren – Bücher machen es möglich. Nahezu überall und jederzeit, die Lieblingslektüre geschnappt und die Reise geht los. Lesen ist wie Kino im Kopf, für jeden Geschmack und zu allen Themen, egal, ob Spannung, Unterhaltung, Wissen oder Romanze.

Am eigenen Leib erfahren konnten das die Zuschauer, oder besser Zuhörer, des Regionalentscheid Main-Tauber-Nord des 60. Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels. Durchgeführt wurde dieser im Schulzentrum am Wört in Tauberbischofsheim, organisiert von der Deutschlehrerin Christina Born. Neun Vorlesesieger aus den sechsten Klassen der verschiedenen Schulformen der Region – Werkrealschule, Realschule, Gymnasium, Gemeinschaftsschule - gingen an den Start. Das Weiterkommen und Erreichen der nächsten Wettkampfstufe, der Bezirksebene, winkte als verlockendes Ziel. Zur Unterstützung hatten sich die Schulsieger Begleitpersonen mitgebracht, ihre Deutschlehrer oder auch Eltern waren mit angereist. Insgesamt beteiligen sich in ganz Deutschland rund 600 000 Schüler und 7000 Schulen über die 16 Bundesländer verteilt am Vorlesewettbewerb, der somit zu Deutschlands größter Leseförderungsaktion zählt. Unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten versucht der Börsenverein des Deutschen Buchhandels damit öffentliche Aufmerksamkeit für das Kulturgut Buch zu erzeugen, Leselust zu wecken und die Lesekompetenz von Kindern zu stärken. Über Stadt/Kreis -, Bezirks – und Länderebene kann dabei das Bundesfinale am 26. Juni 2019 in Berlin erreicht werden – garniert mit einem dreitägigen Urlaubsaufenthalt in der Bundeshauptstadt.

Das war Anreiz genug, mächtig ins Zeug legten sich die Teilnehmer des Regionalentscheids. Gespannt und aufmerksam lauschten die Jurymitglieder – Herr Benz von der Buchhandlung „Schwarz auf Weiß“, Frau Stock von der Stadtbücherei Wertheim und Frau Ballweg von der Katholischen Bücherei Tauberbischofsheim - den Darbietungen. Wie deutlich wurde gelesen? Wie wurde intoniert? Wurde auf die richtige Betonung geachtet? Für die Vorlesenden galt es, das selbst ausgewählte Buch kurz vorzustellen sowie eine Textpassage daraus vorzulesen. Aber das war nicht alles, jeder Teilnehmer musste auch noch einen Fremdtext vortragen, um die Jury von der eigenen Leistung zu überzeugen. Diese machte sich eifrig Notizen und zog sich anschließend zur Beratung in ein Hinterzimmer zurück. Die Spannung wuchs. Hatte es zum Sieg gereicht? Endlich wurde die Entscheidung verkündet. Jan Müller aus der Klasse 6b des Matthias-Grünewald-Gymnasiums in Tauberbischofsheim konnte jubeln. Er hatte am meisten Punkte erreicht und damit den verdienten Sieg im Regionalentscheid errungen.

Der Jury sowie der Veranstalterin war es aber auch wichtig zu betonen, dass alle Schüler großartig gelesen und sich stark präsentiert hätten, sich also alle wie Sieger fühlen könnten. Symbolisch hierfür erhielten alle Vorleser ein kleines Präsent. Jan allerdings darf sich nun auf die nächste Entscheidung auf der Bezirksebene freuen und von einer möglichen Reise nach Berlin träumen – eben Kino im Kopf dank Büchern.

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